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Hilfe für Angehörige und Freundinnen
von betroffenen Frauen

Unterstützen heißt: ein Zeichen gegen Gewalt setzen

Frauen und Mädchen müssen häufig die Erfahrung machen, daß ihre Grenzen verletzt werden. Durch Worte und Blicke, durch Gesten und ganz häufig auch durch gewalttätige Übergriffe. Diese Grenzverletzungen und Übergriffe zielen auf die intimste und damit verletzlichste Stelle: Die Sexualität.
Die Täter können in vielen Fällen mit der Verschwiegenheit ihrer Opfer rechnen, denn die Opfer schämen sich, daß ihnen so etwas passiert ist.

Es ist nicht leicht, über die Hand am Busen oder über die obszönen und beleidigenden Anrufe in der Nacht zu sprechen.

Erst recht nicht, über den erzwungenen Geschlechtsverkehr zu sprechen. Vor allem dann, wenn ein Kollege, ein Freund oder ein früherer Partner den Übergriff begangen hat.

 

Die Menschen, in deren Mitte betroffene Frauen und Mädchen leben, tragen in dieser Situation eine besondere Verantwortung.

Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde können betroffene Frauen und Mädchen entscheidend dabei unterstützen, Gewalterfahrungen zu verarbeiten.

Sie können den langen und schwierigen Prozeß der Verarbeitung durch einfühlsames Verhalten erleichtern und verkürzen helfen.

Der schwierige Weg zu verantwortungsvoller Unterstützung

Frauen und Mädchen schenken denjenigen, denen sie sich nach einer Gewalterfahrung mitteilen, großes Vertrauen. Häufig löst diese Mitteilung bei ihrem Gegenüber jedoch erst einmal Erschrecken und die Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit aus. Das ist verständlich, denn die Verletzung und Demütigung nahestehender Menschen ist für uns alle nur schwer zu ertragen.

Nach dem ersten Schock reagieren Angehörige und FreundInnen ganz unterschiedlich, um diese schwierige Situation für sich selbst in den Griff zu bekommen:

Verantwortungsvolle Unterstützung bedeutet in dieser Situation aber in erster Linie:

Die eigene Bestürzung und Hilflosigkeit erst einmal zurückzustellen und die Bedürfnisse der betroffenen Frau oder des betroffenen Mädchens vorrangig wahrzunehmen und zu respektieren.

Einen sexuellen Übergriff erleben zu müssen, hinterläßt tiefe Verletzungen an Seele und Körper. Die Wege mit dieser Verletzung umzugehen, sind so unterschiedlich wie die Frauen und Mädchen, denen sie zugefügt wurden. Diesen individuellen Weg anzuerkennen und ernstzunehmen ist ein erster wichtiger Schritt hin zur verantwortungsvollen Unterstützung.

Unterstützung ist nicht einfach – wir können Ihnen dabei helfen

Wir bieten ausführliche Beratungsgespräche für diejenigen an, die betroffenen Frauen und Mädchen nahestehen und denen sie sich anvertraut haben.

In diesen Gesprächen können wir dabei helfen, die Hilflosigkeit zu überwinden und die Situation der betroffenen Frau, des betroffenen Mädchens besser zu verstehen. Wir können gemeinsam herausfinden, welche unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten es im konkreten Einzelfall gibt und welche Möglichkeiten die verantwortungsvollste Lösung darstellen.

Unser Beratungsangebot steht Ihnen kostenlos zur Verfügung.